Meine persönliche Reise – die 90 Tage Challange

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan, in diesem Jahr wurde es um RunRocket ziemlich ruhig. Grund hierfür war eine Verletzung und körperliche und emotional herausfordernde Zeit.

Von heute auf morgen, kamen die Schmerzen im linken Fuß. Krämpfe und Schmerzen verfolgten mich bei jeder Laufrunde, bis ich im März anfing, mein Trainingspensum bis auf das Minimum zu beschränken. Mein intensives Laufjahr 2017, hat deutliche Spuren hinterlassen und mich zu Ruhe und Vernunft gezwungen.

Manuelle Therapie, Stunden auf der Faszienrolle, Stärkung der Fußmuskulatur und lockere Spaziergänge, standen anstelle von Laufeinheiten auf dem Programm. Entzündete Sehnen und verhärtete Muskeln benötigen Zeit und Liebe, sagte mir meine Therapeutin. Nach fast einem dreiviertel Jahr Laufpause, geht es für mich wieder Schritt für Schritt zum Aufbau meiner Laufdistanzen. Schließlich möchte ich im nächsten Jahr wieder an einer Startlinie stehen und deutlich stärker in den Wettkämpfen werden.

 

Innere Stimme und bewusstes Leben

In all der Zeit ohne Sport, fing ich an mir mehr und mehr Gedanken über meine momentane Lebenssituation zu machen. Und ich durfte lernen, dass ich hinfalle um  noch stärker aufzustehen. Mir wurde bewusst, dass es nicht nur darauf ankommt, dass man über die Ziellinie läuft und eine Medaille für sein Ego bekommt, sondern dass man auf dem Weg dorthin Bewusstseins-Sprünge macht, die Zeit brauchen um realisiert zu werden. Meine letzten zwei Jahre bestanden nur daraus, mich auf der Distanz zu übertreffen, ganz nach dem Motto „Höher, Weiter, Schneller“ dabei habe ich wohl aufgehört an mich und meinen Körper zu denken. Mein Blick war auf Tunnelblick gerichtet und ließ keinen Ausweg zu. Doch die Kommunikation mit dem eigenen Körper, das bewusste Spüren und zuhören, sind der Schlüssel dafür, dass man eine Überstrapazierung des eigenen Körpers nicht provoziert.

 

Ich habe provoziert und das nicht zu wenig. Meine Woche bestand aus 4-5 Laufeinheiten und 4-5 Krafteinheiten, an Ruhepausen und Erholung war hier nicht zu denken. Und ich dachte, mir geht es gut, ich fühlte mich auch gut, allerdings nur in meiner Hülle und nicht in meinem Inneren. Der Fokus lag auf der Hülle, Muskeln aufzubauen, Zeiten zu schlagen, den Körper zu definieren und mein Körpergewicht zu reduzieren. Mein innerer Druck stieg von Tag zu Tag mehr an.

 

Heute weiß ich, um glücklich und leicht meinem Sport nachzugehen und meinem Körper die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken, bedarf es einer ordentlichen Portion Selbstakzeptanz. Und genau hierum geht es in meiner persönlichen Challange für die nächsten 90 Tage.

Ich werde 90 Tage:

  • 30 Minuten täglich Zeit für mich schenken (Yoga, Pilates, Meditation)
  • täglich meinem Körper die Nährstoffe geben, die er benötigt
  • täglich für eine liebevolle Beziehung zu mir selbst sorgen
  • max. 2x pro Woche mir eine Leckerei gönnen
  • mich 3-4 mal die Woche, mit Laufeinheiten und Krafttraining wieder bereit machen für die Saison 2019

 

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